Warum wir uns lieber vergleichen, statt uns zu feiern

19.11.2025 | Allgemein, Impulse für den Alltag

Du öffnest dein Handy, scrollst durch Instagram und plötzlich fühlst du dich kleiner, unbedeutender, irgendwie nicht genug.

Andere wirken erfolgreicher, glücklicher, entspannter.

Und während du ihre Bilder betrachtest, fängt dein innerer Kritiker an zu flüstern:
„Warum klappt das bei mir nicht so?“
„Ich müsste auch mehr schaffen.“
„Ich bin zu spät dran.“

Wir alle kennen diese Momente.

Und doch merken wir selten, wie tief sie in uns wirken.


Der tägliche Vergleichsmarathon

Noch nie war es so leicht, sich zu vergleichen. Wir tragen unzählige Leben in unserer Hosentasche. Jeder Klick zeigt uns eine sorgfältig ausgesuchte Version von Erfolg, Schönheit oder Glück.

Wir sehen das Ergebnis, aber nie den Weg dorthin.
Nicht die Zweifel, die Tränen oder die ungeschminkten Abende voller Fragezeichen.

Trotzdem messen wir uns an diesen Bildern.
Wir vergleichen uns nicht mehr mit uns selbst, sondern mit etwas, das kaum real ist.

Vergleiche lassen uns selten wachsen. Sehr viel öfter lassen sie uns kleiner werden.


Warum wir uns vergleichen

Der ständige Vergleich ist zutiefst menschlich.

Wir wollen dazugehören, uns einordnen und sicher sein, dass wir gut genug sind.
Vergleiche geben uns Orientierung, zumindest für einen Moment.

Doch häufig verwandelt sich dieses Bedürfnis in etwas anderes:

in Selbstzweifel
in innere Unruhe
in den leisen Glauben, nicht genug zu sein.

Wir haben verlernt, uns selbst der eigene Maßstab zu sein.


Warum Selbstfeiern so schwerfällt

Sich selbst zu feiern fühlt sich für viele ungewohnt an.
Es klingt schnell nach Egoismus, nach Überheblichkeit oder nach Arroganz.
Dabei ist es genau das Gegenteil.

Selbstfeiern bedeutet nicht, sich besser zu fühlen als andere.
Sie bedeutet, wahrzunehmen, wie weit man schon gekommen ist.
Wie oft man sich wieder aufgerichtet hat, auch wenn niemand zugeschaut hat.

Selbstfeiern ist Selbstachtung.
Es ist die Anerkennung für das, was du trägst, schaffst und fühlst.


Vom Vergleich zur Verbindung

Wenn wir beginnen, uns weniger zu vergleichen, entsteht Raum.

Raum für echte Begegnung.

Raum für Mitgefühl mit uns selbst und anderen.

Denn wenn du dich selbst anerkennst, brauchst du niemanden mehr zu übertreffen.

Du kannst anderen Erfolg gönnen, ohne dich kleiner zu fühlen.
Du siehst Schönheit, ohne dich schlecht zu fühlen.
Du erkennst Wege, ohne deinen zu verlieren.


Impuls to go

Heute, genau jetzt:

Denk an drei Dinge, auf die du stolz bist.
Nicht unbedingt an die großen Taten, sondern an all die kleinen Momente, die zeigen, dass du wächst.

Vielleicht hast du heute den Mut gehabt, ehrlich zu sein.
Vielleicht hast du irgendwo deine Meinung vertreten.
Vielleicht hast du einfach weitergemacht, obwohl es schwer war.

Schreib sie auf. Lies sie dir laut vor.
Und feiere dich dafür!

Der Weg zu einem lebensleichten Leben beginnt nicht mit dem Vergleich mit anderen.

Er beginnt mit dem Gefühl, dass du gut bist.